Göttingen, Mai 1933
Am 5. März 1933 notierte der Chronist des Göttinger Stadtarchivs: „Die heutige Reichs- und Landtagswahl brachte im Stadtkreis 63,7% der Stimmen für die Regierung Hitler, im Landkreise 61,9% im Reichsdurchschnitt 52% der Stimmen." Nach der Gründung der NSDAP-Ortsgruppe im Februar 1922 war unsere Stadt rasch zu einer Hochburg der Nationalsozialisten im norddeutschen Raum geworden.
Am 24. März 1933 wurde der Theaterplatz in Adolf-Hitler-Platz umbenannt; am 19. April beschloss die Stadt, Hitler das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Schon am 1. April war es, wie es in der Göttinger Chronik heißt, zwecks „Abwehr der wüsten, verleumderischen Hetze des internationalen Judentums" zu einer frühen Pogromnacht gekommen, zu einem von brutalen Ausschreitungen begleiteten Boykott derjenigen Geschäfte, deren Besitzer jüdischen Glaubens waren. Ebenfalls im April hatte die nationalsozialistische Studentenschaft überall in Deutschland zu einer „Aktion wider den undeutschen Geist" aufgerufen, deren Höhepunkt in einer sorgfältig inszenierten öffentlichen Bücherverbrennung bestehen sollte. In 22 deutschen Städten wurden unzählige Werke missliebiger jüdischer, pazifistischer, sozialistischer und marxistischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller von Studenten, Professoren, Lehrern, Mitgliedern von NS-Organisationen und ihren Sympathisanten ins Feuer geworfen. Auch in Göttingen.

Die Bücher brennen, vor dem Portal der Albani-Schule.
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Dies war ein Vorspiel nur, Heinrich Heine |
Aktuelles
Zeitzeugen gesucht
Autoren
VERBRENNUNGSWÜRDIG, SCHÄDLICH, UNERWÜNSCHT
Chronik
Aus der Chronik der Stadt Göttingen, 1932/33
Die Göttinger Bücherverbrennung - Chronologie
Heinz Wolff - Karriere eines Bücherverbrenners
Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB)
Joseph Goebbels Rede bei der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz (Auszüge)
Autoren
Die beliebtesten Autoren des Jahres 1930
Verbrannte Bücher, verfolgte Schriftsteller
Autorinnen und Autoren der in Göttingen verbrannten Bücher (laut Göttinger Tageblatt vom 11. Mai 1933)
Chronik
Topographie der Bücherverbrennungen: Orte, Tage
Aktuelles
Die Totenmaske von Leonard Nelson
Ausstellung im Alten Rathaus
Öffnungszeiten
Di bis So | 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei
Führungen
Jeweils dienstags und donnerstags | 17 Uhr | für Gruppen auch nach Vereinbarung und telefonischer Voranmeldung: 0551/400-2485 | Eintritt frei
Aufgrund der großen Resonanz werden zusätzliche öffentliche Führungen (Eintritt frei) durch die Ausstellung angeboten:
24. Mai | ab 12.00 Uhr
31. Mai | ab 10.00 Uhr
Veranstalter
Stadt Göttingen | Fachbereich Kultur
Tel: (0551) 400 2486 | kultur@goettingen.de
www.goettingen.de
Georg-August-Universität Göttingen
www.uni-goettingen.de
Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
www.liberale-juden.de/cms/index.php?id=24





