Erich Maria Remarque
22.6.1898 (Osnabrück) - 25.9.1970 (Locarno)
Schriftsteller
Kaum einen anderen Schriftsteller hassten die Nationalsozialisten so sehr wie Remarque, der mit seinem Anti-Kriegsroman Im Westen nichts Neues (1929) einen schließlich in mindestens 32 Sprachen übersetzten Welterfolg geschrieben hatte, der die entsetzliche Wirklichkeit des Ersten Weltkriegs aus erster Hand beschrieb - Remarque hat selbst an der Westfront gekämpft und war verwundet worden.
Gegen die Verfilmung des Romans organisierte Joseph Goebbels bereits 1930 öffentliche Krawalle in Berlin. Außerdem streuten die Nazis das bis heute noch nicht überall ausgeräumte Gerücht, Remarque sei nicht Soldat gewesen, sei aber jüdischer Herkunft und habe seinen Geburtsnamen „Kramer" in umgekehrter Buchstabenfolge zu seinem Künstlernamen gemacht (tatsächlich ist er als Katholik unter dem Namen Erich Paul Remark geboren worden).
1932 verließ Remarque Deutschland; in der Schweiz half er zahlreichen anderen Emigranten und gewährte ihnen Unterschlupf. 1938 wurde er ausgebürgert; ab 1939 lebte er in den USA, wo er ebenfalls engen Kontakt zu vielen exilierten Schriftstellern hielt.
Remarque war nicht nur ein erfolgreicher Schriftsteller, sondern auch ein berühmter Lebemann - er hatte Affären mit u.a. Marlene Dietrich und Greta Garbo, 1958 ehelichte er Paulette Goddard, die vorher mit Charly Chaplin verheiratet gewesen war. Mit ihr lebte er bis zu seinem Tode im Tessin.
Aktuelles
Zeitzeugen gesucht
Göttinger Bücherverbrennung
Göttingen, Mai 1933
Autoren
VERBRENNUNGSWÜRDIG, SCHÄDLICH, UNERWÜNSCHT
Chronik
Aus der Chronik der Stadt Göttingen, 1932/33
Die Göttinger Bücherverbrennung - Chronologie
Heinz Wolff - Karriere eines Bücherverbrenners
Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB)
Joseph Goebbels Rede bei der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz (Auszüge)
Autoren
Die beliebtesten Autoren des Jahres 1930
Verbrannte Bücher, verfolgte Schriftsteller
Autorinnen und Autoren der in Göttingen verbrannten Bücher (laut Göttinger Tageblatt vom 11. Mai 1933)
Chronik
Topographie der Bücherverbrennungen: Orte, Tage
Aktuelles
Die Totenmaske von Leonard Nelson
Ausstellung im Alten Rathaus
Öffnungszeiten
Di bis So | 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei
Führungen
Jeweils dienstags und donnerstags | 17 Uhr | für Gruppen auch nach Vereinbarung und telefonischer Voranmeldung: 0551/400-2485 | Eintritt frei
Aufgrund der großen Resonanz werden zusätzliche öffentliche Führungen (Eintritt frei) durch die Ausstellung angeboten:
24. Mai | ab 12.00 Uhr
31. Mai | ab 10.00 Uhr
Veranstalter
Stadt Göttingen | Fachbereich Kultur
Tel: (0551) 400 2486 | kultur@goettingen.de
www.goettingen.de
Georg-August-Universität Göttingen
www.uni-goettingen.de
Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
www.liberale-juden.de/cms/index.php?id=24
Weitere Informationen im Netz
Links & Tipps
- Haus der bayerischen Geschichte: Online-Ausstellung zur Bücherverbrennung
- Dokumente zur Bücherverbrennung im United States Holocaust Memorial Museum (u.a. Film der Goebbels-Rede in Berlin)
- Bibliothek der verbrannten Bücher
- Beiträge und Literaturquiz zum Jahr 1933, zur Bücherverbrennung und zum Exil
- Zusammenstellung von über 200 AutorInnen und Sekundärliteratur zum Thema Bücherverbrennung und Exilliteratur





