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Walter Hasenclever

8.7.1890 (Aachen) - 22.6.1940 (Les Milles bei Aix-en-Provence)
Dichter, Romancier, Dramatiker

Der Arztsohn studierte Jura in Oxford und Lausanne, dann in Leipzig, wo sein Interesse an Literatur und Philosophie geweckt wurde.

1910 erschien sein erster Gedichtband Städte, Nächte und Menschen; sein expressionistisches Drama Der Sohn (1916 in Prag uraufgeführt), das den Protest der rebellierenden Jugend gegen die Vätergeneration thematisiert, machte ihn weithin bekannt.

Seine Begeisterung zu Beginn des Ersten Weltkrieges schlug schnell in Ablehnung um; wegen einer psychischen Störung wurde er 1917 aus dem Kriegsdienst entlassen. Im selben Jahr erhielt er den Kleist-Preis.

Er schrieb Revolutionsgedichte, wandte sich dann der Mystik und dem Buddhismus zu.

1924-1928 arbeitete er als Feuilletonist für das Berliner 8-Uhr-Abendblatt in Paris. Hier schrieb er unter dem Einfluss des französischen Theaters mehrere höchst erfolgreiche Komödien; er gehörte zu den vielgespielten Autoren seiner Zeit. Ausgedehnte Reisen führten ihn durch Europa und Nordafrika.

Nach der „Machtübernahme" der Nazis ging der verfemte Dichter ins Exil nach Nizza. In den folgenden Jahren lebte der Exilant in Dubrovnik, London, Florenz und dann wieder in Nizza. Nach Ausbruch des Krieges wurde er als „feindlicher Ausländer" zweimal verhaftet und interniert. Nach einiger Zeit in Freiheit wurde er im Lager Les Milles erneut interniert.

Um nicht den anrückenden Nazis in die Hände zu fallen, nahm er sich hier in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 1940 mit einer Überdosis Schlafmittel das Leben.

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Ausstellung im Alten Rathaus

Öffnungszeiten

Di bis So | 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei

Führungen

Jeweils dienstags und donnerstags | 17 Uhr | für Gruppen auch nach Vereinbarung und telefonischer Voranmeldung: 0551/400-2485 | Eintritt frei

Aufgrund der großen Resonanz werden zusätzliche öffentliche Führungen (Eintritt frei) durch die Ausstellung angeboten:
24. Mai | ab 12.00 Uhr
31. Mai | ab 10.00 Uhr

Veranstalter

Stadt Göttingen | Fachbereich Kultur
Tel: (0551) 400 2486 | kultur@goettingen.de
www.goettingen.de

Georg-August-Universität Göttingen
www.uni-goettingen.de

Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
www.liberale-juden.de/cms/index.php?id=24